Chili con Carne
Für Chili gibt es viele verschiedene Rezepte. Im original mexikanischen Chili findet man weder Bohnen, noch Mais oder Rinderhack. Das wichtigste bei einem guten Chili ist die optimale Gewürzmischung. Ich habe viele Rezepte ausprobiert und irgendwann mein eigenes Rezept gefunden, wenn auch manche Zutaten etwas ungewöhnlich sind. Ein gutes Stück Rindfleisch, welches klein geschnitten und scharf angebraten, wird mit Malzbier abgelöscht, das gibt dem Chili die nötige Süße. Für den rauchigen Geschmack brate ich Suppengemüse mit Schinkenspeck an. Bohnen und Mais fehlten mir beim original mexikanischen Rezept also mach ich sie dran. Und weil ich mein Chili gern bunt und vielseitig mag, kommt noch roter Spitzpaprika dazu. Ein gutes Chili braucht Zeit. Ich koche es meist am Vortag und wärme es am nächsten Tag auf. Das Toping sind einfach saure Sahne, ein paar Nacchos und etwas grünes, wie Kresse oder Koriander. Meine Freunde lieben es und vielleicht gefällt es euch auch. Übrigens, nehmt einfach das doppelte Rezept wenn ihr im Frühjahr den Gulaschkessel heraus holt. Über offenem Feuer macht sich das Chili einfach super.
Zutaten für ein gutes Chili
Gewürze für ein gutes Chili
Vorbereitung der Zutaten
schnippeln, schnippeln, schnippeln
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Gemüse und Rindfleisch klein schneiden
Das Rindfleisch in kleine Würfel schneiden. Sie sollten um einiges kleiner sein als bei einem Gulasch. Das Suppengemüse ( Möhre, Sellerie, Petersilienwurzel, Poree) , den Paprika und die Zwiebeln ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch und die Chilis klein schneiden und dann fein hacken.
bruzzeln
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Zutaten anbraten
Nehme einen genügend großen Topf. Mein Topf ist ein großer Fleischtopf und fasst etwa 6 Liter. Als erstes brate die Zwiebeln und das Suppengemüse mit dem Schinkenspeck an, bis die Zwiebeln glasig sind. Bei Bedarf etwas Bratfett, Öl oder ähnliches, dazu geben. Anschließend gib den gehackten Knoblauch und die Chilis dazu und brate sie noch schön mit an. Stelle das Gemüsebrät beiseite, ich mach es in eine kleine Schüssel und nehme den gleichen Topf zum anbraten des Fleisches. Etwas Sonnenblumenöl, Ghee oder anderes Bratenfett in den Topf geben und das Rindfleisch scharf anbraten. Austretenden Bratensaft schütte ich zwischendurch immer mal ab, damit das Fleisch einfach schneller leicht braun wird. Ich fange den Bratensaft aber auf, falls ich noch etwas Flüssigkeit beim kochen benötige. Wenn das Fleisch fertig gebraten ist, gib das Tomatenmark hinzu und brate es kurz mit an. Dann gib die Gewürze und die Zimtstange dazu und brate sie ebenfalls kurz mit. Sicher wirst du noch ein wenig Öl hinzu fügen müssen. Gib nach ungefähr 5 Minuten die gebratene Zwiebel- Gemüse Mischung dazu und rühre alles gut durch. Lass alles zusammen nochmal schön anbraten und lösche anschließend alles mit dem Malzbier ab.
köcheln, köcheln, köcheln
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Fertigstellen unseres Chilis
Gebe nun die Tomaten aus der Dose und etwa 200ml Bratensaft vom Rindfleisch dazu geben, falls nicht genug Flüssigkeit vorhanden ist. ( Wenn du keinen Bratensaft hast tuts auch Wasser. Stelle nun die Kochplatte auf eine gemütliche Stufe und lass unser Chili etwa 2 Stunden vor sich hin köcheln. Nach einer Stunde Kochzeit gib den Paprika dazu damit er noch etwas stückig im fertigen Chili ist. Wenn das Fleisch nach etwa 2 Stunden schon fast zart genug ist, wird es Zeit für den letzten Schritt. Gib nun die abgetropften Bohnen und den Mais dazu und lass alles nochmal 20 min leicht köcheln. Du kannst das Bohnenwasser auffangen falls dir noch etwas Flüssigkeit am Chili fehlt.
Nun richte es auf einem Teller oder in einer flachen Schüssel an, gebe einen Kleks saure Sahne und etwas Kresse, Petersilie oder Koriander in die Mitte und stecke ein paar Nacchos in das eingedickte, fertige Chili.
Anmerkung
In dem Chili sind viele Zutaten zusammen gekommen. Wir mögen es so vielseitig, aber ihr könnt gern Paprika, Mais oder Bohnen weg lassen, dann einfach noch eine große Dose geschälte Tomaten dazu geben und 2 kg Fleisch nehmen. Mit Schwarzbier ablöschen ist auch eine Variante, dann einfach etwas mehr Zucker zum Chili. Natürlich kann das Chili auch mehr Schärfe vertragen. Dazu stelle ich immer ein Schüsselchen Jalapeno´s aus dem Glas, mit auf den Tisch, für die Harten unter uns ;-) .
Ich bin gespannt wie euch meine Version von einem guten Chili schmeckt. Schreibt gern etwas in die Kommentare.
