Endlich ein Frühstück, das mich nicht gleich wieder müde macht. Am Tag vorher wird alles schön eingeweicht und am nächsten Morgen ganz in Ruhe durchgekocht. Ein deutscher Ernährungsexperte würde die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und sagen, dass durch die lange Kochzeit viele Vitamine verloren gehen. Aber der Chinese sagt, gerade durch die lange Kochzeit wird dem Müsli viel Energie für das Qi zugeführt. Und durch die Wildheidelbeeren und den Apfel, der erst nach dem Kochen untergemischt wird, hat man genügend frische Vitamine.
Das ist nur eine Version des Müslis, mit Hirse und Buchweizen. Ich werde nach und nach alle Versionen probieren und sie in meinen Blog schreiben.

Alle Zutaten außer die Heidelbeeren, Apfel und Kürbiskernöl werden einen Abend zuvor eingeweicht. Deswegen die lange Vorbereitungszeit.
Alle Zutaten abwiegen und in eine Metallschüssel oder gleich in einen Topf geben. Die Datteln und Trockenpflaumen werden in kleine Stücke geschnitten, die Walnüsse etwas zerbröselt und dazu gegeben.
Mit etwa der 5-fachen Menge Wasser bedecken. Heißt auf 1 Teil Hirse plus 1 Teil Buchweizen, das sind 40 g in dem Rezept, kommen 5 Teile Wasser. Das entspricht 200 ml. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass man zum Kochen mehr benötigt. Ich setzte es meist mit etwa 400 ml Wasser an. Aber ihr könnt ja immer noch etwas dazu geben, wenn etwas fehlen sollte.

Plant eine gute halbe Stunde ein für die Zubereitung. Am Morgen bringt ihr das zusammengestellte Müsli zum Kochen. Ihr werdet feststellen, dass es gut gequollen ist und das Wasser eine schleimige Konsistenz hat. Hört sich nicht appetitlich an, aber das ist genauso richtig. Daran merkt man, dass der Leinsamen und der Hafer seine Eigenschaften in Ruhe entfalten konnte.
Wenn es kocht, dann immer darauf achten, dass es nicht anbrennt, häufig rühren und bei Bedarf Wasser nachfüllen. Mindestens 25 Minuten leicht köcheln lassen.
Dann könnt ihr entweder frische Wildheidelbeeren oder auch die gefrorenen nehmen. Achtet nur darauf das es wirklich Wildheidelbeeren sind, den Kulturheidelbeeren enthalten kaum gesundheitsfördernde Stoffe, kann man sich also sparen.
Einen knackigen Apfel mit Schale noch in kleinen Stücken unterheben, etwas Kürbiskernöl darüber und noch warm genießen.
Leinsamen und Heidelbeeren sind für sich schon Gesundheitsburner. Reich an Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien ist der Leinsamen, die Heidelbeere strotzt nur so vor den guten Eigenschaften, die ich hier gar nicht alle aufzählen will. Neben denen schon beim Leinsamen genannten, hier hervorgehoben, die Anthocyane, haufenweise Vitamine und Mineralstoffe und so weiter. Einfach gesagt, beide wirken unter anderem entzündungshemmend, schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs und wirken sich positiv auf den Fett- und Cholesterinstoffwechsel aus. Wenn ich jetzt noch von den guten Eigenschaften der anderen Ingredienzen in dem Müsli anfange, liest keiner mehr, welche positive Wirkung ihnen in der chinesischen Diätetik zugesprochen werden.
Hier ein kleiner Ausschnitt aus der TCM:
Hirse ist ein Qi-, Blut Tonikum, es klärt, löst und entgiftet
Datteln sind Blut,- Qi,- Yin Tonikum
Pflaumen bewegen und leiten aus
Leinsamen befeuchtet, kühlt und tonisiert
Chiasamen befeuchtet, Yin Tonikum
Rezept von Speisezentrum.de