Knoblauch Kaninchen in Rotweinsoße
Eines meiner liebsten Fleischgerichte von unserer kanarischen Lieblingsinsel Teneriffa: kräftig gewürztes Kaninchen in einer dunklen Rotweinsoße. Als ich das Gericht zum ersten Mal dort gegessen habe, war ich mir sicher: Das ist keine helle Weißweinsoße, wie die meisten Rezepte beschreiben, sondern eine aromatische, dunkle Rotweinsoße. Also habe ich gesucht, verglichen – und dann einfach selbst ausprobiert.
Mit der Zeit habe ich in verschiedenen einheimischen Guachinches, den kleinen, urigen Gaststuben auf Teneriffa, ganz unterschiedliche Varianten gegessen: mal mit dunkler Soße, mal mit heller, manchmal sogar ganz ohne. Eine Sache war aber immer gleich – ordentlich Knoblauch musste dran.
Also habe ich angefangen zu testen, anzupassen und zu verfeinern, bis es für mich genau gepasst hat. Und jetzt bin ich zufrieden. Hier ist also mein kanarisches Knoblauch-Kaninchen.
Dazu passen natürlich am besten Papas Arrugadas – die kanarischen Runzelkartoffeln mit Salzkruste – zusammen mit Mojo Rojo und Mojo Verde. Aber ganz ehrlich: Ich habe auch schon Thüringer Klöße dazu gemacht – und es schmeckt einfach richtig gut.

Einen Tag vorher wird das Kaninchen eingelegt.
Dazu das frische Kaninchen waschen und in kleine Stücke zerteilen. Die Fleischlappen an den Rippen schneide ich immer ab und rolle eine Trockenpflaume darin ein. Die kleinen Rollen mit einem Zahnstocher aus Holz fixieren.
Die Keulen lass ich immer am Stück.
Nun wird die Beize gemacht. Dazu eine Flasche Rotwein, den Balsamico Essig und die Gewürze in eine Schüssel geben. Das Kaninchen darin einlegen und über Nacht in einem kühlen Raum stehen lassen.

Als erstes das Gemüse in Würfel schneiden, den Knoblauch fein hacken. Die restlichen Trockenpflaumen erst einmal beiseite legen.
In einem Bräter die Zwiebel, die Paprika und die Möhre kräftig anbraten und ebenso beiseite stellen.
Nun kommt das Fleisch in die Pfanne. Aus der Beize nehmen und trocken tupfen. Jetzt mit Salz und Pfeffer würzen und kräftig anbraten. Kurz vor Ende der Bratzeit den Knoblauch und das Tomatenmark dazu geben und mit rösten. Aufpassen das der Knoblauch nicht schwarz wird.
Nun das Gemüse wieder in den Bräter geben, durchrühren, noch kurz braten lassen und mit 3-4 Kellen von der Beize ablöschen. Diesen Bratensatz fast verkochen lassen, damit er sich schön eindickt und bräunt. Wieder etwas Flüssigkeit dazu geben, Deckel auf den Bräter und bei mittlerer Hitze leicht köcheln, bzw. schmoren lassen.
Während der Schmorzeit immer etwas Flüssigkeit nachfüllen. Von der Beize gebe ich fast alles dazu, Wasser je nachdem, wie kräftig der Bratensud ist. Meist nehme ich alkoholfreien Rotwein, da kann dann die ganze Beize zum Kaninchen geben.
Wenn zu viel Wasser dazu gegeben wurde, einfach den Pfannendeckel ablassen.
Die Trockenpflaumen etwa eine halbe Stunde vor Ende der Schmorzeit mit in den Bräter geben.
Das ganze wird nun etwa 2 Stunden geschmort und dann die Soße nochmals mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt. Das Kaninchen Fleisch sollte sich nun leicht vom Knochen lösen, aber nicht abfallen.
Ein Binden der Soße ist nicht nötig da sie durch das Gemüse und das Tomatenmark schon etwas eingedickt ist.
Am Ende habe ich etwa 500-700 ml kräftige, dunkle Soße. Die Trockenpflaumen sind optional und verleihen der Soße einen leicht süßen Geschmack.
Bestenfalls habt ihr auf meiner Website die kanarischen Runzelkartoffeln und die Mojo- Soßen gefunden und nebenbei zubereitet. Dann habt ihr ein wunderbares Gericht für einen Kanarischen Abend oder einfach zum Mittagessen.
Rezept von Speisezentrum.de