Stampfkartoffeln , Zampe
Kartoffelstampf. Wir lieben ihn! Ein typisches Thüringer Gericht.
Meine Oma machte früher immer diese schnellere Variante vom Stärkekloß wenn einmal die Zeit fehlte, um Klöße zu machen. Als ich mich noch nicht selbst an Omas Stärkeklöße heran getraut habe, gab es oft den Kartoffelstampf. Schmeckt wie Kloß, nur das man die Masse nicht formt und nochmal im heißen Wasser ziehen lassen muss. Mit einer ordentlichen Prise Muskat verfeinert ist diese Beilage ein vielseitiger Begleiter zu zum Beispiel, Weißkraut-Kasseler Pfanne, Eisbein und Sauerkraut oder wie wir es einfach mal probiert haben, zu Wildschein und Wirsinggemüse. Es gibt noch viele Gerichte wo diese "Kloßvorstufe" passt, probiert es einfach mal aus.
Die mehlig kochenden Kartoffeln, (oft steht auch Kloßkartoffel auf der Packung) schälen, waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Kartoffeln in gesalzenes Wasser geben und schön weich kochen. Ich habe eine halbe Stunde angegeben, aber das variiert je nach Kartoffelsorte. Sie können ruhig schon leicht zerfallen am Ende der Kochzeit.
Achtung, bevor ihr das komplette Wasser abgießt, fangt etwa 200ml auf. Ihr braucht das heiße Kochwasser gleich noch.

Jetzt stellt ihr einen Handmixer bereit und würzt die Kartoffelscheiben noch mit einer Prise Salz und der Muskatnuss. Zu den Kartoffeln gebt ihr nun die 2-3 Esslöffel Kartoffelstärke.
Mit dem Handmixer, auf dem ihr die Knethaken montiert habt, vermengt ihr die Kartoffeln, die jetzt leicht zerfallen sollten, mit den Gewürzen und der Stärke.
Wer den Stampf etwas stückiger mag, mixt nicht ganz so lange. Wenn der Kartoffelstampf fein sämig werden soll dann solange mixen bis keine Klumpen mehr vorhanden sind.
Ihr merkt jetzt schon das sich eine feste, breiige Masse bildet. Jetzt fügt ihr das noch kochend heiße, aufgefangene Kartoffelwasser dazu bis zur gewünschten Konsistenz.

Rezept von Speisezentrum.de