Wieder ein Klassiker aus der DDR. Im "Speisezentrum" unserer Schule, gab es das Gericht früher oft. Da war die Soße eher grau und als Kind mochte ich Senf überhaupt nicht. Das hat sich mit den Jahren natürlich geändert, besonders seit ich den „Thüringer Senf“ aus der Mühle Kleinhettstedt für mich entdeckt habe.
Der wird ganz langsam steingemahlen, so dass er sich nicht erhitzt und die wertvollen Senföle erhalten bleiben. Ich habe übrigens in der Kleinhettstedter Mühle einmal eine sehr interessante Führung mitgemacht und mir die Herstellung angeschaut. Toll, was man dabei alles über Senf und seine Herstellung lernt. Der Mühlen-Senf ist schön grob und gut scharf, nicht zu vergleichen mit industriell hergestelltem Senf.
Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, das mir dieser Senf wunderbar bei Erkältungen oder sonstigen Erkrankungen der oberen Atemwege hilft. Entzündungshemmend und schweißtreibend, genau das was man bei einem Infekt braucht. Ich mische mir dann immer zu gleichen Teilen Senf und Honig und nehme mehrmals über den Tag verteilt einen Teelöffel zu mir - Tut gut und befreit, nicht nur die Nase.
Ich könnte euch so viel über die positiven Eigenschaften von Senfölen erzählen, aber wir wollen ja kochen. Sicher mache ich in Zukunft noch eine extra Rubrik mit Senfgerichten, in der ich euch mehr über diese interessanten Senföle berichte. Gut zu wissen jedenfalls, dass Senf gesund ist. Das Beste am Mühlensenf, er schmeckt auch noch richtig lecker!
In meiner Senfsoße verwende ich weder Essig noch den in Thüringen bekannten und gerne verwendeten guten, alten Bornsenf. Aber das war nun mal das DDR Rezept, weswegen ich auch diese Soße einmal kochen werde, um meine angekündigte Speisezentrum Rubrik zu befüllen. ;-) Zucker muss ich übrigens auch nicht zusetzen, das erübrigt sich nämlich bei der Verwendung vom „süßen“ Mühlensenf.
Den Senf werde ich in naher Zukunft auf meine Website stellen, damit ihr ihn ausprobieren könnt und auch meine verschiedenen Senfrezepte werdet ihr nach und nach dort finden.

Jeder hat so seine Eierkochmethode, meine ist die einfache. Eier in den Topf, mit Wasser übergießen und zum kochen bringen. Nach 3 Minuten Kochzeit die Eier kurz abschrecken und etwas abkühlen lassen, damit man sich beim schälen nicht die Finger verbrennt. Mir ist tatsächlich noch nie ein Ei geplatzt bei dieser Methode. Aber kocht ihr die Eier so, wie ihr es kennt.
Kartoffeln habe ich hier im Rezept nicht mit angegeben, aber die schält man, sobald man die Eier aufsetzt und lässt sie je nach Sorte bis zu 30 Minuten kochen.

In einem mittleren Topf die Butter schmelzen. Die Zwiebel mit einer Reibe einfach mit in die Butter hobeln. Wenn sie schön glasig ist, kommt das Mehl darüber und wir machen eine Mehlschwitze. In der Zwischenzeit koche ich mir das Wasser im Wasserkocher, so geht das abbinden einfach schneller.
Als erstes kommt die Milch dazu , diese unter häufigem Rühren aufkochen. Dann mit dem Wasser bis zur gewünschten Konsistenz auffüllen. Jetzt kann man die Soße schon salzen und den Muskat dazu geben. Ab jetzt schalte ich die Herdplatte aus und gebe den Senf dazu. Denn wichtig ist, nicht nochmal aufkochen. So behält er seinen Geschmack und die Senföle bleiben drin. Ruhig nochmal abschmecken, ob euch das senfige so reicht, und mit Kartoffeln servieren.
Jetzt kann angerichtet werden. Am besten mit Kartoffeln und noch etwas Petersilie darüber streuen. Guten Appetit!
Rezept von Speisezentrum.de